WORKSHOP REUSED

 

Workshop 1. Wednesday, July 10 2019, 17.00 – 18.30
Workshop 2. Wednesday, July 17 2019, 17.00 – 18.30

The Workshops will take place at the ARI Space, Room 0250, Building 0502
for participation please sign up via email to europa@mytum.de

 Together with Bill Addis, who kindly will give input on the subject from an international perspective, we suggest the following thematic focus and outline:

 

Workshop 1. Initiatives for reuse. knowledge and databases of modern building materials and components

A   Introduction: Thematic Overview
three levels of reuse: reuse in situ, reconditioning / destruction and reuse of elements/components / demolition and construction from reclaimed materials design for deconstruction, manufacture with reclaimed materials building materials information and modeling, „digital twin“: cycles of adaptation and repair of materials and components, „housekeeping“ conservation science, material studies

B   Review of initiatives presentation by Bill Addis about studies and guides at UK and Belgium Andreas Putz, Thomas Danzl (Swiss and German projects and experience)

C   Opportunities for TUM initiatives identify relevant German experience, relevant precedent (German & elsewhere) opportunities for research and implementation from existing TUM work identify new areas for research and implementation, including collaboration with others

 

Workshop 2. Engaging with users / reusers.

A   Introduction: meet external demand and regulations

B   Review of one such initiative presentation by Bill Addis about CIRCE

C   Opportunities for TUM initiatives identify potential users / clients of REUSED identify TUM resources (related to REUSED) that could be made available / exploited identify fundable opportunities for exploiting existing TUM work identify new areas for implementation / exploitation of TUM resoruces, including collaboration with others

 

ÜBER DAS NEUE BAUEN HINAUS

Lernen aus dem Umgang mit der Moderne

Vortragsreihe der Professur NB, Prof. Dr. Putz, und des Lehrstuhl RKK, Prof. Dr. Danzl
SS 2019
jeweils Dienstags 18.30 - 20.00, Raum 2370 

Die allgemeine Vorstellung der modernen Architektur der Zwischenkriegszeit wird geprägt durch eine Reihe ikonischer Bauwerke. Sicherlich dazu gehören Walter Gropius Bauten des Bauhaus in Dessau, oder Mies van der Rohes Haus Tugendhat in Brünn. Zum anerkannten Erbe des Neuen Bauen gehören auch die Bauten Erich Mendelsohns, sowie die keinesfalls mehr unbekannten Beispiele einer ‚anderen‘ Moderne, etwa O. R. Salvisbergs Maschinenlaboratorium der ETH Zürich.
Bedeutsam und von Interesse sind diese Objekte jedoch nicht nur als architekturhistorische Zeugnisse ihrer Entstehungszeit, sie verweisen auch auf beispielhafte Projekte denkmalpflegerischen Umgangs mit dem baulichen Erbe der Moderne in den letzten Jahrzehnten. Eine Besonderheit dieser Projekte ist, dass sie unser Bild der ‚klassischen Moderne‘ vielfach verändert haben. Jedenfalls initiierten ihre Erhaltung eine erneute, kritische Auseinandersetzung mit der Architektur der Zwischenkriegszeit; wie sie auch ihre positive Wertung und öffentliche Aneignung beförderten, die aktuell im Bauhausjahr kulminiert.
Vor welchen planerischen, gestalterischen, konstruktiven und denkmalpflegerischen Herausforderungen stand man bei der Instandsetzung und Restaurierung? Welche neuen Erkenntnisse haben sich aus dem baulichen Umgang mit den Objekten ergeben? Welche Lehren können aus diesen Projekten für die Zukunft gezogen werden? Wie dauerhaft oder erfolgreich haben sich einzelne Maßnahmen erwiesen? Was lässt sich auf den Umgang mit dem baulichen Erbe der Nachkriegszeit übertragen, und was nicht?
Kurze baugeschichtliche Einführungen stellen die jeweiligen Objekte vor und leiten die Gastvorträge ein, die die Instandsetzung- und Restaurierungsprojekte vorstellen. Im anschließenden Gespräch sollen konkrete Einzelfragen der Erhaltung und Denkmalpflege ebenso diskutiert werden wie allgemeine Erkenntnisse für den Umgang mit dem bedeutsamen Bauerbe des letzten Jahrhunderts.

The Adventure of the Empty House

Audiovisuelle Installation & Podiumsgespräch

22.03.2019
18.30h Begehung
19:30h Podiumsgespräch
Licht-, Bild- und Toninstallation EG-OG6 Musikperformance & Apéro OG6 bis 22.30h

Deckel Maschinenfabrik
Plinganserstraße 150
81369 München


Podium: Gunter Henn (HENN), Vilma Pflaum (V P Photography), Muck Petzet (Muck Petzet Architekten), Jürgen Meyer (Neuhof Schulen), Gita Cooper-van Ingen (Der Greif), Burkhard Körner (Bayrisches Landesamt für Denkmalpflege); Moderation: Andreas Putz

Im München der frühen 1960er Jahre entstehen kurz nacheinander zwei Verwaltungsgebäude des Architekten Walter Henn. Die Bauten der Osram Forschungszentrale in Untergiesing und der Deckel Maschinenwerke in Obersendling gleichen sich wie Zwillinge, aber mit ungleichen Schicksalen. Von der Osram Forschungszentrale verbleiben nach dem Abriss 2018 nur noch die ikonischen Fotografien Heinrich Heidersbergers, das Verwaltungsgebäude der Deckel Maschinenwerke wird aktuell einer neuen Nutzung zugeführt.
In Zusammenarbeit mit der Fotografin Vilma Pflaum, dem Komponisten Benedikt Brachtel und der Organisation für zeitgenössische Fotografie „Der Greif“, entwickelt die Professur für Neuere Baudenkmalpflege eine multimediale Installation bei laufender Baustelle. Am Abend der Veranstaltung erleuchtet das Deckel Gebäude in Anlehnung an das bekannte Nachtbild Heidersbergers. Der Blick auf die Außenfassade wird so zur Reminiszenz an die Architekturfotografie der 1960er Jahre. Eine Bild- und Toninstallation lässt sieben Etagen mitten im Umbauprozess zu einem Diskurs zwischen Betrachter, Kunst und Bausubstanz werden. Die ständige Verhandlung zwischen Bauwerk und sich verändernden Anforderungen wird greifbar, der oft vorbelastete Blick auf die Bauten der 1960er Jahre, die Fragen des Umgangs mit dem Bestand und dessen Rezeption werden in einer Podiumsdiskus-sion hinterfragt. Direkt auf der Baustelle setzen sich alle Akteure im Dialog zwischen Altem und Neuem, mit Themen der Prozesshaftigkeit, des Mashups und der Collage auseinander. Zu diesem einmaligen Anlass öffnet das im Umbruch stehende Areal der ehemaligen Deckel Maschinenwerke in Obersendling seine Türen für Besucher.

 

NBJB Workshop | 28.09.2018 | 14-20H | Vorhoelzer Forum

PROGRAMM

Zum Auftakt der Reihe aus vier Workshops werden die Themen Erfassung, Inventarisierung und architektonischer Umgang mit Bestandsgebäuden aufgegriffen. In einem einleitenden Vortrag stellen Mitglieder des DFG Netzwerks NBJB 1945+ die Herangehensweisen und Ziele der Vernetzung vor. Die folgenden Vorträge widmen sich in mehrschichtigem Sinn dem Erfassen von Bestandsgebäuden: Die erste Session nimmt den metrischen bzw. quantitativen Aspekt des Erfassens zum Anlass neue Messmethoden, Dokumentationswerkzeuge oder Erfassungskriterien aufzuzeigen. Die mittlere Session wird geprägt von zwei wichtigen Sonderthemen, ohne die eine ganzheitliche Betrachtung des Bestands und zukünftiger Umgang nicht möglich wären. Hier spannt sich der Bogen von der Restaurierung und Konservierung zur Translozierung als letzter Möglichkeit des Erhalts. Schlusspunkt der Veranstaltung sind zwei Vorträge zur qualitativen Erfassung von Bestandsgebäuden. Aus dem umfassenden Verständnis des Bestehenden heraus, das nur durch Bauforschung erlangt werden kann, entwickeln sich Positionen und Strategien des Weiterbauens: fraglos eine der drängendsten entwerferischen Herausforderungen unserer Zeit.

reused lädt alle Interessierten zum interdisziplinären Kolloquium am 16. November 2017 ins Vorhoelzer Forum der TUM ein!
Hier geht´s zum Programm des reused.TUM Kolloquiums

Es steht außer Frage, dass der bestehenden Baustruktur in naher Zukunft eine Schlüsselrolle zukommt. Historische Bauten sind als materielle Zeugnisse unserer Vergangenheit identitätsstiftend für zukünftige Generationen. Eine der drängendsten Herausforderungen des Bauwesens ist eine umfassende Analyse des baulichen Bestands mit einer kritischen und dennoch ergebnisoffenen Bewertung der Erhaltungsmöglichkeiten. Die Bündelung der Kompetenzen in reused.TUM.de trägt dem zukünftig steigenden Bedarf an speziell ausgebildeten Architekten, Ingenieuren und Restauratoren im Bauwesen für den werteorientierten Umgang mit bestehenden Bauwerken Rechnung. Durch die im deutschsprachigen Raum einzigartige Kombination universitärer Ausbildung und Forschung in allen beteiligten wissenschaftlichen Disziplinen Architektur, Restaurierung und Konservierungswissenschaft sowie Bauingenieurwesen hebt sich die TUM von bisherigen Forschungs- und Lehransätzen zu „Bauen im Bestand“ ab. Vergleichbare Cluster finden sich nur in Belgien und Großbritannien. Die gemeinsame Forschung soll Methoden entwickeln, die global für den Umgang mit bestehender Bausubstanz anwendbar sind und in analytischer, konservatorischer wie gestalterischer Hinsicht Maßstäbe setzen. Mit der Kompetenzbündelung für Fragestellungen aus Bauingenieurwesen, Architektur, Restaurierung und Konservierungswissenschaft sowie Kunsttechnologie soll sich an der TUM eine zentrale Informationsstelle für die Fachwelt, Behörden, Politik und Medien entwickeln, damit aus Geschichte Zukunft werden kann.